Ernst Bader (* 7. Juni 1914 in Stettin; † 10. August 1999 in Norderstedt) war ein deutscher Schauspieler, Liederdichter und Komponist.
Nach Beendigung der Schulausbildung nahm er ein Studium an der Berliner Schauspielschule auf. Neben seinem Studium arbeitete er als
Pianist, spielte Theater und trat als Kabarettist in Varietés auf. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten Liedtexte. Im Jahr 1936 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Nach einer Verwundung im Zweiten Weltkrieg wurde er nach seiner Genesung als Schauspieler engagiert und wirkte in einigen Filmen mit, die der Nazi-Propaganda dienten und von denen er sich später distanzierte.
In Hamburg war Ernst Bader nach Ende des Zweiten Weltkrieges als Lektor für die Internationalen Musikverlage Hans Sikorski tätig, in den 1950er und frühen 1960er Jahren eine vorwiegend nächtliche Tätigkeit. Haupteinnahmequelle für die Unterhaltungsmusik waren damals die zahllosen Tanzkapellen, denen die Lektoren nach den abendlichen Auftritten neues Notenmaterial empfahlen. Nur so war gewährleistet, dass neue Titel vom Publikum für die populäre Musikbox verlangt wurden. Viele der damaligen Lektoren kamen daher auf die nahe liegende Idee, die Texte und/oder Kompositionen für die verteilten Notenblätter auch gleich selbst zu schreiben. Und so widmete sich auch Ernst Bader verstärkt dem Texten und Komponieren. In den 1950er, 1960er und 1970er Jahren waren dies hauptsächlich Schlager. Er schrieb ca. 900 Schlager und Chansons, darunter:
- Am Tag, als der Regen kam
- Tulpen aus Amsterdam
- 100 Mann und ein Befehl
- Heimweh, brennend heißer Wüstensand
- Die Welt ist schön Milord
- Mein Ideal
- Tiritomba
Bedeutende Interpreten seiner Werke waren unter anderem:
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Gilbert Bécaud.